-
Design Thinking & Vernetzung
09DezVerfasst von Nicole Bauch am Donnerstag, 9. Dezember 2010 | | 6 KommentareDesign Thinking – die Lösung für alle Probleme? Oder “Heute retten wir gemeinsam die Welt” durch Design Thinking. So oder so ähnlich liest es sich derzeit bei vielen (vermeintlich?) fortschrittlichen Kräften. Ob bei Klimawandel, Weltwirtschaftskrise, wachsender Armut, Nachhaltigkeit oder anderen Herausforderungen unserer Zeit, Design Thinking scheint das Potential zu haben, uns zu einer Lösung zu verhelfen. Doch was ist Design Thinking eigentlich? Ein neues Business-Modell, eine Zukunftstrategie, Hoffnung, Mythos oder nur kalter Kaffee?
Annäherung an Design Thinking
Googelt man die Wortkomposition Design Thinking werden binnen 20 Sekunden 7.780.000 Ergebnisse angezeigt (Stand: 5.12.2010). Starten wir mit Wikipedia, dem ersten Eintrag in der Suchergebnisliste ist Design Thinking eine
“Methode zum Lösen komplexer Probleme und zur Entwicklung innovativer Ideen”.
Der Begriff Design verweist darauf, dass bei der Methode die Denkweise von DesignerInnen zu Hilfe genommen wird, um die Art und Weise wie eine Organisation Produkte, Dienste, Prozesse und Strategien entwickelt, zu verändern, um innovative Ideen zu generieren. Beim Design Thinking stehen jedoch nicht nur Unternehmensinteressen und neue kreative Methoden im Vordergrund, sondern auch die NutzerInnen.
Das Magazin “Gründerszene” bezeichnet Design Thinking als einen
Umfassender lautet die Definition von Tim Brown, Präsident und CEO von IDEO, einer “Design und Innovation Consulting Firm”. Er definiert Design Thinking als
Design Thinking stellt nach Brown den menschlichen Faktor in den Vordergrund. Es handelt sich um einen Ansatz, der auf den Menschen zentriert ist.
Ein Prozess, so T. Lockwood in seinem Buch “Design Thinking. Integrating Innovation, Customer Experience, and Brand Value“, der auf Beobachtung, Zusammenarbeit, Visualisierung von Ideen, schnelles Konzept-Prototyping und gleichzeitig Business-Analyse abhebt, die letztlich Innovation und Wirtschaftstrategie beeinflussen. Das Ziel besteht darin, Konsumierende, DesignerInnen und Geschäftsleute in einen integrativen Prozess einzubinden, der auf Produkte, Dienstleistungen oder Business Design angewandt werden kann. Für die KundInnen sind Lösungen zu finden, die deren Bedürfnisse adäquat befriedigen und sie nicht ratlos vor dem finalen Produkt stehen lassen, mit dem ihr Problem nicht gelöst wird oder das nicht anwendbar ist.
Der Begriff Design wird hier also nicht in dem englischsprachigen Sinne angewandt, um die ästhetische Gestaltung, sondern um eine kreative Methode für Innovation und Machbarkeit zu bezeichnen. Oder lassen wir einfach Tim Brown sprechen:
Was genau Design Thinking ist und ob es etwas Neues bezeichnet, eine pfiffige Idee ist, um kreatives Denken neu zu verkaufen oder nur einen Mythos darstellt, wird hier, hier und hier sowie hier und da und dort diskutiert. Konsens scheint darüber zu bestehen, dass Brown mit seiner Definition den aktuellen Gebrauch von Design Thinking zutreffend beschreibt und IDEO die Wortkomposition Design Thinking als Marketing-Slogan ins Leben rief.
Design Thinking-Projekte
Suchen einzelne Kreative durch individuelles Design und kleine Labels zumeist den Long Tail zu bedienen, scheinen sich die Global Player der Wirtschaft eher mit Design Thinking auseinanderzusetzen, um es in strategisch relevanten Prozessen zu verankern und dadurch Konkurrenzvorteile zu erzielen. In dem einstündigen Video “How P&G is Using Design Thinking as a Competitive Advantage” vermittelt Cind Tripp, Marketing Director bei Procter & Gamble, wie Design Thinking als Konkurrenzvorteil genutzt wird:
Design Thinking wird in unterschiedlichen Großunternehmen eingesetzt. Procter & Gamble hat so den ”Swiffer Carpetflick” entwickelt und Ford ein digitales Dashboard. Im Energiebereich wurde der Sparzähler von Yello entwickelt. Wobei die solare Konkurrenz von der Transparenz beim Stromverbrauch offensichtlich noch nicht ganz überzeugt ist, trotzdem Yello and IDEO mit dem Red Dot Award für gutes Design ausgezeichnet worden sind. Ebenso gibt es Beispiele aus dem Finanzbereich, der Ausbildung oder dem Öffentlichen Sektor usw. wie die Übersicht von IDEO zeigt.
Der Design Thinking-Prozess
Es gibt zwar unterschiedliche Ansätze bei Design Thinking, zentrale Elemente sind jedoch immer wieder multidisziplinäre Teams, klar definierte Prozess-Schritte und die Orientierung an den NutzerInnen. Hilfreich, um die Methode des Design Thinking näher zu betrachten, ist ein Blick auf die Website der HPI School of Design Thinking in Potsdam, die Design Thinking als akademische Zusatzausbildung anbietet und diese als
“neuartige Methode zur Entwicklung innovativer Ideen in allen Lebensbereichen” preist.
Außerdem geben deren Initiatoren, H. Plattner, C. Meinel und U. Weinberg, in ihrem Buch “Design Think!ng. Innovationen lernen – Ideenwelten öffnen” einige Einblicke in die Methode. Die Voraussetzung für Design Thinking sind Fähigkeiten wie Empathie, integratives Denken, Experimentierfreude, Optimismus und Teamfähigkeit. Die Methode des Design Thinking umfasst nach Plattner, Meinel und Weinberg sechs aufeinander bezogene Schritte:
- Verstehen
Im ersten Schritt wird die Aufgabe beschrieben und das Problem definiert. Ein genaues Verständnis des Problems erleichtert es die Herausforderungen des Projekts zu beschreiben. - Beobachten
Recherchieren und die NutzerInnen beobachten, um Erkenntnisse zu gewinnen und Expertise zu erwerben, zählen zum zweiten Schritt, um Klarheit über den Status Quo und die Rahmenbedingungen zu erhalten. - Standpunkt definieren
Bei Schritt 3 werden die Beobachtungen der Teammitglieder ausgewertet und zusammengeführt und auf einen prototypischen Nutzer heruntergebrochen, um dessen Bedürfnisse klar aufzuzeigen. - Ideen entwickeln
Auf Basis des bisherigen Wissens werden Ideen entwickelt und die Besten ausgewählt. - Prototyp bauen
Zur Veranschaulichung der Ideen werden erste, wenig aufwändige Prototypen entwickelt, beispielsweise aus Papier. - Testen
Im sechsten Schritt werden die Prototypen bei der Zielgruppe getestet. Auf Basis der durch Prototypen gewonnenen Einsichten wird das Konzept verbessert und verfeinert, bis ein optimales, nutzerorientiertes Produkt entstanden ist (Vgl. H. Plattner, C. Meinel, U. Weinberg: Design Think!ng, 2009).
Eine sehr gute Visualisierung dieses iterativen Prozesses findet sich auf Folie 12 der Slideshare von Weinberg zum Design Thinking:
Prof. Ulrich Weinberg – 5. Würzburger WirtschaftssymposiumView more presentations from Kolja Hebenstreit.Wer Interesse an Design Thinking gefunden hat und sich intensiver mit diesem Thema beschäftigen möchte, kann auf die Do-it-Yourself Art Bücher und Online-Publikationen rezipieren. Zahlreiche Infos zum Thema finden sich in der Mediathek von ingosu, einer Unternehmensberatung, die Design Thinking lebt. Empfehlenswert sind ebenso die Toolkits von IDEO. Eine Ausbildung bietet beispielsweise die angeführte HPI School of Design Thinking an, Weiterbildungen gibt es ebenfalls.
Design Thinking & Social Media
In Zeiten von Web 2.0 stellt sich die Frage, ob und wie man die einzelnen Stufen des Design Thinking mittels Social Media unterstützen könnte. Eine erste Sammlung an modernen, medial gesättigten Ergänzungen sei hier vorgestellt, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
- Verständnis oder Problemdefinition
- Blogbeitrag mit Aufforderung zur Kommentierung
- Barcamp mit Online-Community
- Etherpad-Sammlung
- …
- Beobachtung oder Forschung
- Blogosphäre
- Open Table
- Social Bookmarks
- Kreativ-Plattformen
- …
- Standpunkt definieren
- Wiki
- Mindmapping
- …
- Ideenfindung oder Brainstorming
- Etherpad-Brainstorming
- Medien-Contest
- Crowdsourcing
- …
- Prototyping
- Communities of Practice
- Facebook-Gruppe/-Fanpage
- Open Design City
- Open Source Modelling
- …
- Testen und Verfeinern
- Bewertungs- und Ranking-Funktion
- Crowdfunding
- Qualitätsverbesserung durch Integration interessierter Netzwerknoten
- Online-Kommunikation und -Feedbackkultur (z. B. Online-Umfragen, Blog-Post und -Kommentarfunktion
- …
Der erste kursorische Überblick zeigt, dass soziale Medien exzellente Möglichkeiten bieten, den klassischen Design Thinking-Prozess zu unterstützen. Indem die kollektive Kompetenz des Online-Netzwerkes mit seinen weak ties mit einbezogen wird, können sich zumeist kreativere Lösungsvorschläge einen Weg bahnen. Vielfach ermöglichen erst die sozialen Medien die Einbeziehung einer fachspezifischen, heterogenen, kollektiven Kreativität, wie sie in der Qualität bislang nicht vorlag oder allenfalls nur zufällig. In Zeiten ökonomischer Unsicherheit gewinnt eine Erkenntnis an Attraktivität, die bislang als Inbegriff der Moderne galt: Das individuelle ExpertInnentum offenbart seine strukturellen Schwächen – die oben angesprochenen Problemfelder lassen sich vermutlich nur über die optimale Nutzung der kollektiven Intelligenz lösen.
Dieser Erkenntnisprozess baut auf denselben Prinzipien auf wie andere sozio-kulturelle Vernetzungsprozesse, die derzeit festzustellen sind. Im letzten Semester bin ich bereits den Entwicklungen hin zum Coworking ansatzweise nachgegangen. Ähnliche Prozesse lassen sich auch in anderen sozialen Zusammenhängen am Cutting Edge der Kreativität erkennen, wenngleich aufgrund fehlender Nähe zum Web 2.0 oftmals weniger unterstützt durch die Kraft der Online-Vernetzung.
Creative Industries
In Deutschland überflügelt die Kultur- und Kreativindustrie vom Beschäftigungsvolumen her sämtliche anderen Industriebereiche – und Berlin wittert seine Chance (siehe Kreativwirtschaft in der Hauptstadtregion (PDF)). Im Unterschied zur Maschinenbau- und Automobil-Industrie, stellen die sozialversicherungspflichtigen, festen Stellen in diesem kreativen Bereich nur einen Bruchteil der Erwerbstätigen dar. Darüberhinaus existiert ein großes Heer an Kleinst- und Kleinunternehmen, Selbstständigen und geringfügig Beschäftigten, die aufgrund temporärer Projekte und fragiler Beschäftigungsverhältnisse häufig am Rande des Existenzminimums leben (siehe Söndermann, M.: Kulturwirtschaft & Creative Industries (PDF)).
Dieses Kultur- und Kreativprekariat wurde bereits von der Politik entdeckt und wahlweise als stadtpolitische kreative Klasse, förderungsbedürftiges, ökonomisches Innovationspotenzial oder prototypisches Modell für innovative Lebenskonzepte charakterisiert. Dem instrumentellen Charakter der kreativen Klasse als Innovationsmotor steht auf der anderen Seite ein Selbstverständnis der Kreativen gegenüber, die es attraktiv finden, selbstorganisiert zu arbeiten, trotzdem sie sich dadurch oftmals am Rande der Selbstausbeutung bewegen. Als negative Komponente wird oftmals einzig die Vereinzelung an den heimischen Schreibtischen gesehen – das erklärt den Trend zu Coworking-Spaces, aber auch die vielfältigen Entwicklungen hin zur (Offline-)Vernetzung als Reaktion auf die Individualisierungsprozesse des Kultur- und Kreativprekariats.
Creative Industries & Vernetzung
Die Suche und Bildung von verdichteten creation spaces ermöglicht einerseits einen alltäglichen sozialen Austausch und andererseits entfalten sich hier vielfältige Netzwerkeffekte, die auch in interdisziplinären Synergieprozessen münden können. Sofern diese eigeninitiativ angestossenen Prozesse auf eine aufgeschlossene Stadtförderung treffen, lassen sich hier urbane Problemlagen mit kreativen Aufwertungsprozessen verbinden.
Hinreichend bekannt ist, dass Berlin aufgrund seiner besonderen historischen Bruchlinien über eine Vielzahl an nicht-genutzten, öffentlichen Gebäuden verfügt, die sich zur Zwischennutzung eignen. Insofern trifft es sich gut, wenn Künstler-Initiativen urbane Verantwortung für ihre Nachbarschaft übernehmen und für ihre Vernetzung eine Re-Vitalisierung alter Industriestandorte anstreben. In der Transformation des Morbiden steckt bekanntlich ein großer Kreativpool und so verwundert es kaum, wenn die Kreativindustrie den von ihr selbst initiierten Gentrifizierungsprozessen ausweichen muss in neue Reviere, um diese mittels neuer Konzepte ggf. auch dauerhafter zu bespielen.
Vergegenwärtigt man sich diese Initiativen einmal, so durchlaufen auch solche Projekte einen komplexen Design Thinking-Prozess. Sie definieren ein Problem und die Rahmenbedingungen, suchen nach Best Practices in ähnlichen Problemlagen und entwickeln eine Idee, die sich im Diskursprozess zu einem Prototypen ausgestaltet, bis dann ggf. die Umsetzung beginnt und schließlich über das Feedback der beteiligten Personen sukzessive angepasst wird.
Die Frage, die sich bei solchen, primär offline generierten, Projekten im Nachhinein stellt: Welche Vorteile hätte es gehabt, wenn der gesamte Prozess qualitativ durch Social Media begleitet worden wäre? Was hätte sich am Ergebnis eventuell verändert? Und wie liesse sich heute dieser Prozess gegebenenfalls qualitativ anreichern über Social Media? Macht es einen Unterschied? Oder kann man die kollektive Intelligenz des Web 2.0 auch bei guter Offline-Vernetzung generieren?
Diesen Fragen möchten wir im Rahmen einer Exkursion nachspüren, indem wir zwei hochinteressante Projekte am neuen Kreativstandort Wedding besuchen.
Beispiele von Berliner Kultur-Initiativen
Ein schönes Beispiel bietet ExRotaprint als kreativer Ort, der sich gleichzeitig der urbanen Archivierung interessanter Raumkultur verpflichtet fühlt. Hier haben sich verschiedene KünstlerInnen zusammengefunden, um gemeinsam das ehemalige Gelände mit denkmalgeschützten Gebäuden der 1989 in Konkurs gegangenen Firma Rotaprint als Verein beziehungsweise als gemeinnützige GmbH zu übernehmen. Daraus entwickelte sich ein
“Standort für Gewerbe, Kunst, Soziales”
mit einer Vielfalt unterschiedlicher Mieter, die als
“(…) Abbild der Lebensumstände im Wedding und seiner Potenziale” dienen.
Also lokale Gewerbebetriebe genauso anzusprechen wie soziale Einrichtungen, NGOs, Vereine, die mit ihrer Arbeit positiv auf das Umfeld wirken. Vom Selbstverständnis her schafft ExRotaprint
“(…) lokale Angebote für den Bezirk, bietet Möglichkeiten für junge Unternehmen und arbeitet an einem integrierendem Umfeld.“
Das Projekt ist sehr erfolgreich und die Initiative wird von der Berliner Kreativszene positiv verfolgt. Gleichwohl könnten die Vernetzungspotenziale in den Kiez hinein noch intensiver werden. Folglich stellt sich die Frage, ob Social Media hier unterstützend wirken können?
Ein weiteres Beispiel stellen die UferHallen an der Panke dar. Hier wurde eine ehemalige Industriebrache aufwändig zu einem kreativen Ort umgewandelt. Die UferHallen selber formulieren es auf ihrer Website folgendermaßen:
“Die UferHallen in Berlin Wedding, Gesundbrunnen sind ein Kulturzentrum in privater Trägerschaft. (…) Herzstück des Areals ist die 2500 Quadratmeter große Motorenbauhalle, die für öffentliche Ausstellungen und Kunstprojekte genutzt wird. Die 2007 von der Uferhallen AG erworbene ehemalige Zentralwerkstatt der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bietet heute eine gemeinsame Plattform für Bildende Künstler, Musiker, Tanzprojekte, Theaterinszenierungen, Ausstellungen, Wohnexperimente, Tonstudios und Proberäume.“
Einen guten Eindruck der imposanten Anlage erhält man über den RBB-Bericht vom 2. Dezember zur gerade beendeten Tanznacht Berlin 2010:
Auch hier scheinen die angestossenen Netzwerkeffekte über klassische Kanäle zu verlaufen, denn die Online-Aktivitäten der UferHallen konzentrieren sich derzeit auf eine kleine Website.
Design 2.0
Vor diesem Hintergrund möchten wir im Kurs Design 2.0 dazu anregen, gemeinsam zu überlegen, wie man diese interessanten Prozesse der Berliner Kreativszene mittels Social Media ggf. unterstützen könnte. Wie sich die Erfahrungen dieser lokalen Initiativen mit Social Media qualitativ anreichern und flankieren lassen. Auf diese Art haben alle Beteiligten etwas von dieser konzertierten Aktion und können wechselseitig voneinander profitieren. In diesem Sinne möchten wir einen temporären, hybriden creation space eröffnen und hoffen auf vielfältige, positive Synergieffekte.
- Verstehen

















6 Kommentare
Dezember 10th, 2010 at 14:28
Hmm. Hier werden einige Dinge durcheinander gewürfelt. Zunächst mal ist Design schon im englischen Sinne zu sehen, da es im Englischen mit “Schaffung / Kreation” verstanden wird. DT heisst so, weil man also eine Kreation im Sinn hat und nicht weil man denken soll wie ein Designer. Letzteres wäre auch falsch, da Designer ethnographische Methoden oder wirtschaftliche Analysemethoden nicht erlernen.
Der Prozess ist ein Bestandteil, aber nicht *der* Bestandteil, da DT eher als “mindset” umschrieben wird. Interdisziplinarität und Raumnutzung sind zB zwei weitere Faktoren. Hier sind einige weitere zu finden: http://humanitieslab.stanford.edu/Bootcamp/32
Als letzten Punkt: Design Thinking ist “learning by doing” – man kann darüber lesen, um Einblick zu gewinnen, muss es jedoch selbst erfahren. Daher wird an jeder Einrichtung, die sich dschool schimpft Projektorientierte Lehre durchgeführt. Wenig Theorie, dafür viel Anwendung.
Erst gestern kam ich aus einem Projekt raus, wo gegen Ende von einigen wieder die Aussage kam: “Kannten wir schon. Ist einfach.” usw. Alter Kaffee also. Bei tieferem Hinterfragen stellt sich jedoch jedesmal fest, dass die Ansätze und Methoden, die als Bestandteil von DT hervorgehoben werden, in den meisten Organisationen NICHT gelebt werden. Nur als banales Beispiel: Wir arbeiten jeden Tag stark visuell an Whiteboards. Die meisten haben so ein Ding bei sich hängen und nutzen es vielleicht einmal die Woche.
Der Zusammenhang von DT zu dem creative industries Part hat sich mir nicht erschlossen…
Januar 14th, 2011 at 10:10
[...] Design Thinking & Vernetzung [...]
Januar 24th, 2011 at 11:25
[...] Design Thinking & Vernetzung [...]
Januar 31st, 2011 at 12:07
[...] (neu) Nachgefragt bei Angelica Laurencon « eVideo 2.0 an der HTW Berlin bei Design Thinking & VernetzungNachgefragt bei Ahmet Emre Acar « eVideo 2.0 an der HTW Berlin bei Design Thinking & [...]
Februar 1st, 2011 at 12:57
[...] bei Neuer Kurs: Business 2.0Nachgefragt bei Gerold Marks « eVideo 2.0 an der HTW Berlin bei Design Thinking & VernetzungNachgefragt bei Angelica Laurencon « eVideo 2.0 an der HTW Berlin bei Design Thinking & [...]
April 28th, 2011 at 17:22
[...] beide Weddinger Projekte bislang ohne SM aktiv sind. Insofern verbanden wir den Besuch mit einigen Fragestellungen, um entlang der besuchten Initiativen die Potenziale von SM auch für sozial verträgliche [...]
Diesen Artikel kommentieren.